Hongkong, Macau und Südchina: Unsere Route von der Skyline bis zu den Reisterrassen

Dichtes Großstadtleben in Hongkong, portugiesischer Charme in Macau und am Ende spektakuläre Natur in Südchina – diese Reise hatte mehr Kontraste, als ich erwartet hätte. Innerhalb weniger Tage wechselten sich riesige Skylines, geschäftige Märkte, historische Altstadtgassen, ruhige Dörfer und endlose Berglandschaften ab. Genau diese Vielfalt hat die Reise für mich so besonders gemacht.

Während Hongkong voller Energie und Bewegung war, wirkte Macau fast entschleunigt – mit seinen historischen Straßen und dem besonderen Mix aus europäischer und chinesischer Kultur. Der schönste Teil der Reise führte uns schließlich nach Südchina: nach Yangshuo mit seinen beeindruckenden Karstbergen und zu den Longji-Reisterrassen, die sich spektakulär über die Hügel ziehen. Dort wurde aus einer Städtereise plötzlich ein echtes Naturerlebnis.

In diesem Beitrag teile ich unsere Route, Eindrücke, Lieblingsorte und praktische Tipps für eine Reise, die Hongkong, Macau und Südchina miteinander verbindet.


Unsere Reiseroute im Überblick

Hongkong – 5 Nächte
Macau – 1 Nacht
Yangshuo – 4 Nächte
Longji-Reisterrassen – 2 Nächte
Hongkong – 2 Nächte

Diese Kombination war für uns ideal, weil sie sehr unterschiedliche Seiten der Region miteinander verbindet: erst die beeindruckende Skyline und das Großstadtleben in Hongkong, dann das historische Macau und anschließend die Natur Südchinas mit Karstbergen, Flüssen, Reisfeldern und Reisterrassen.

Nach den ersten Tagen in Hongkong führte uns die Reise zunächst weiter nach Macau. Unsere Eindrücke und Tipps zu beiden Städten findest du ausführlich in meinen separaten Artikeln über Hongkong und Macau.

Danach begann der Teil der Reise, auf den ich mich fast am meisten gefreut hatte: Südchina. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ging es weiter in Richtung Yangshuo – eine Region, die vor allem für ihre spektakulären Karstberge, grünen Reisfelder und ruhigen Flusslandschaften bekannt ist. Schon unterwegs zeigte sich, wie schnell sich die Landschaft in China verändern kann: von riesigen Metropolen hin zu kleinen Dörfern und beeindruckender Natur.

Yangshuo fühlte sich sofort ganz anders an als alles, was wir zuvor auf dieser Reise gesehen hatten. Statt Hochhäusern bestimmten plötzlich steile Bergformationen die Aussicht, Fahrräder ersetzten teilweise den Großstadtverkehr und das Leben wirkte deutlich entspannter.


Praktische Tipps vor der Reise

Einreisebestimmungen für Hongkong, Macau und China

Für Hongkong, Macau und Festlandchina gelten unterschiedliche Einreisebestimmungen. Genau deshalb sollte man sich vor der Reise unbedingt noch einmal über die aktuellen Regelungen informieren.

Für deutsche Staatsangehörige ist Hongkong derzeit für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen visumfrei möglich. Für Festlandchina gelten andere Regeln: Aktuell können deutsche Staatsangehörige unter bestimmten Voraussetzungen für bis zu 30 Tage visumfrei einreisen. Macau hat wiederum eigene Einreisebestimmungen, die sich von Hongkong und Festlandchina unterscheiden.

Wichtig ist außerdem, dass der Reisepass noch ausreichend lange gültig ist. Da sich Einreisevorschriften ändern können, sollte man vor der Reise immer die offiziellen Informationen der zuständigen Behörden prüfen.

Die Grenzübertritte zwischen Hongkong, Macau und Festlandchina funktionierten bei uns sehr organisiert und modern. Trotzdem sollte man für Kontrollen und mögliche Wartezeiten etwas Puffer einplanen.


Flugzeit und Anreise

Von Deutschland nach Hongkong dauert ein Direktflug ungefähr elf bis zwölf Stunden. Viele Reisende starten ihre Route dort, da Hongkong ein idealer Ausgangspunkt für Reisen nach Macau und Südchina ist.

Von Hongkong aus lassen sich Macau und zahlreiche Städte in China gut mit Fähren, Bussen oder Hochgeschwindigkeitszügen erreichen. Gerade die Kombination aus Metropole und Natur macht diese Route so spannend: erst die beeindruckenden Skylines Hongkongs, später die ruhigen Landschaften Südchinas rund um Yangshuo und die Longji-Reisterrassen.


Reisen mit dem Zug durch China

Das Bahnnetz in China hat mich besonders beeindruckt. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind modern, sauber und sehr pünktlich. Selbst längere Strecken lassen sich dadurch angenehm zurücklegen. Gerade zwischen größeren Städten ist der Zug oft entspannter als ein Inlandsflug.

Tickets können mittlerweile relativ einfach online gebucht werden. Vor Ort benötigt man für den Zutritt zu den Gleisen in der Regel den Reisepass zur Identifikation. Eine klassische Papierfahrkarte bekommt man meist nicht mehr.

An den Bahnhöfen sollte man etwas mehr Zeit einplanen, da es Sicherheitskontrollen ähnlich wie am Flughafen gibt. Trotzdem empfanden wir das Reisen mit dem Zug als sehr angenehm. Für mich waren die Zugfahrten sogar ein eigenes Highlight, weil man unterwegs viel von der Landschaft sieht – von riesigen Städten bis hin zu kleinen Dörfern und grünen Bergregionen.


Geld, Währung und Bezahlen

Auf dieser Reise hatten wir mit mehreren Währungen zu tun:

In Hongkong bezahlt man mit dem Hongkong-Dollar, kurz HKD.
In Macau gilt offiziell der Macau-Pataca, kurz MOP. Häufig wird aber auch der Hongkong-Dollar akzeptiert.
In Festlandchina bezahlt man mit Renminbi beziehungsweise Yuan, kurz CNY.

Besonders in China wird inzwischen sehr viel digital bezahlt – häufig per QR-Code über Apps wie Alipay oder WeChat Pay. Deshalb lohnt es sich, beide Apps bereits zu Hause zu installieren und einzurichten. Nach dem Grenzübertritt ist es deutlich entspannter, wenn die wichtigsten Zahlungsfunktionen schon vorbereitet sind.

Bargeld funktioniert zwar weiterhin, allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass mobiles Bezahlen in China deutlich verbreiteter ist als in Europa. Internationale Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert. Etwas Vorbereitung ist deshalb wirklich sinnvoll.

Wir selbst hatten in China und Macau kein Bargeld dabei. In Hongkong haben wir fast alles mit der Octopus App bezahlt. Besonders praktisch ist, dass man die Octopus Card direkt in die Wallet integrieren kann. Zum Aufladen benötigt man zusätzlich die „Octopus for Tourists“-App.

Innerhalb der Alipay-App kann man außerdem DiDi nutzen – die chinesische Alternative zu Uber. Auch diese Funktion sollte man möglichst schon vor der Reise vorbereiten, da zur Registrierung eine Mobilfunknummer benötigt wird.


Internet, eSIM und VPN

Für diese Reise ist eine lokale SIM-Karte oder eSIM aus meiner Sicht sehr empfehlenswert. Viele Apps und Dienste funktionieren nur zuverlässig, wenn man unterwegs mobiles Internet hat – besonders in Festlandchina.

Praktisch ist eine eSIM, die Hongkong, Macau und China kombiniert. So muss man nicht in jedem Gebiet eine neue Karte kaufen und bleibt während der gesamten Reise online.

Außerdem sollte man wissen, dass in China viele westliche Dienste wie Google, WhatsApp, Instagram oder YouTube ohne VPN nicht zuverlässig funktionieren. Manche Reise-eSIMs laufen über Hongkong oder andere Netze, wodurch viele dieser Dienste weiterhin nutzbar sein können. Darauf sollte man sich aber nicht blind verlassen, da sich technische Bedingungen ändern können. Wer auf bestimmte Apps angewiesen ist, sollte sich vor der Reise gut vorbereiten.


Sprache und Kommunikation

In Hongkong kommt man mit Englisch meist sehr gut zurecht. Englisch ist dort neben Chinesisch Amtssprache, und besonders in Hotels, Restaurants, der Metro oder an touristischen Orten war die Kommunikation für uns meistens problemlos möglich.

In Festlandchina sah das anders aus. Viele Menschen sprechen dort kaum oder gar kein Englisch. Übersetzungsapps waren für uns deshalb sehr hilfreich. Besonders praktisch war es, wichtige Adressen, Hotelnamen und Sehenswürdigkeiten zusätzlich auf Chinesisch gespeichert zu haben. So konnten wir sie bei Bedarf einfach zeigen.

Auch beim Reisen mit dem Zug oder bei Taxifahrten erleichtert das vieles. Apps wie Google Translate oder die integrierte Übersetzungsfunktion in WeChat können im Alltag enorm helfen. Trotz der Sprachbarriere haben wir die Menschen überall als sehr freundlich und hilfsbereit erlebt.


Steckdosen und Adapter

Auch beim Thema Steckdosen sollte man sich vor der Reise kurz vorbereiten. In Hongkong und Macau werden überwiegend britische Steckdosen vom Typ G verwendet. In Festlandchina sind zusätzlich andere Steckertypen üblich.

Viele Hotels haben zwar inzwischen internationale Steckdosen oder USB-Anschlüsse, darauf verlassen würde ich mich aber nicht. Am praktischsten ist ein Universaladapter, mit dem man Smartphone, Kamera oder Laptop überall problemlos laden kann. Gerade auf einer Rundreise mit mehreren Stopps erspart das viel Stress.


Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Hongkong und Südchina ist meist der Frühling oder Herbst. Besonders angenehm sind die Monate März bis Mai sowie Oktober und November. Dann sind die Temperaturen meist warm, aber nicht zu heiß, und die Luftfeuchtigkeit ist deutlich angenehmer als im Hochsommer.

Im Sommer kann es sehr heiß und schwül werden. Außerdem ist dann Taifun-Saison möglich. Dafür zeigen sich die Landschaften rund um Yangshuo und die Longji-Reisterrassen in dieser Zeit besonders grün.

Wir selbst waren im April unterwegs und empfanden das Wetter als nahezu perfekt. Für die Reisterrassen waren wir allerdings froh, abends eine Jacke dabeizuhaben.


Yangshuo: Karstberge, Flüsse und Bambusflöße

Yangshuo gehört zu den bekanntesten Naturregionen Südchinas – und schon bei der Ankunft versteht man sofort warum. Die Landschaft rund um die kleine Stadt wirkt fast unwirklich: grüne Reisfelder, ruhige Flüsse und überall die markanten Karstberge, die steil aus der Ebene ragen. Genau diese Kulisse macht Yangshuo für viele Reisende zu einem der schönsten Orte Chinas.

Im Vergleich zu den riesigen Metropolen des Landes geht es hier deutlich entspannter zu. Statt Wolkenkratzern prägen Fahrräder, kleine Gassen und traditionelle Dörfer das Bild. Gleichzeitig gibt es rund um Yangshuo unglaublich viel zu entdecken – von Bootsfahrten und Aussichtspunkten bis hin zu Wanderungen und Fahrradtouren durch die beeindruckende Berglandschaft.

Für uns war Yangshuo einer der abwechslungsreichsten Stopps der gesamten Reise. Die Region verbindet spektakuläre Natur mit einer ruhigen Atmosphäre und zeigt noch einmal eine ganz andere Seite Chinas als Hongkong oder Macau.


Anreise nach Yangshuo

Wir reisten mit dem Hochgeschwindigkeitszug in Richtung Yangshuo. Wichtig zu wissen: Der eigentliche Bahnhof liegt nicht direkt im Zentrum von Yangshuo, sondern etwas außerhalb in Xingping. Von dort aus braucht man noch einmal ungefähr eine Stunde mit dem Taxi oder privaten Fahrer bis nach Yangshuo beziehungsweise in die umliegenden Unterkünfte.

Diese zusätzliche Fahrt sollte man bei der Planung nicht unterschätzen. Gleichzeitig ist sie aber auch ein schöner Einstieg in die Region, denn schon unterwegs sieht man die ersten Karstberge und bekommt ein Gefühl für die Landschaft.


Übernachten im Yangshuo Mountain Retreat

Während unseres Aufenthalts in Yangshuo haben wir im Yangshuo Mountain Retreat übernachtet – und allein die Lage des Hotels war schon etwas Besonderes. Es befindet sich direkt am Yulong River, umgeben von den typischen Karstbergen und weit entfernt vom hektischeren Zentrum Yangshuos. Genau diese ruhige Umgebung machte den Aufenthalt für uns so angenehm.

Besonders schön war es, morgens mit Blick auf die Berge und den Fluss aufzuwachen und anschließend beim Frühstück im Garten die vorbeiziehenden Flöße zu beobachten. Rund um das Hotel beginnt sofort die Natur: kleine Wege entlang des Wassers, Reisfelder und immer wieder die beeindruckenden Bergformationen, für die die Region bekannt ist.

Auch als Ausgangspunkt war das Hotel ideal. Viele Orte in der Umgebung lassen sich von dort aus gut mit dem Fahrrad erreichen. Die Fahrräder konnten wir kostenlos im Hotel ausleihen. Nach einem langen Tag war es außerdem schön, wieder in die ruhige Atmosphäre am Fluss zurückzukehren.

Für uns war das Yangshuo Mountain Retreat deshalb nicht einfach nur eine Unterkunft, sondern ein wichtiger Teil des gesamten Erlebnisses in Yangshuo.


Fahrradtour zur Fuli Bridge

Einer der schönsten Ausflüge während unseres Aufenthalts in Yangshuo war die Fahrradtour vom Yangshuo Mountain Retreat bis zur Fuli Bridge. Genau diese Strecke zeigte für uns die Landschaft, für die Yangshuo weltweit bekannt ist: ruhige Flusswege, kleine Dörfer, Reisfelder und überall die beeindruckenden Karstberge im Hintergrund.

Am Morgen starteten wir direkt mit dem Fahrrad vom Hotel aus. Schon nach wenigen Minuten führte der Weg entlang des Yulong Rivers vorbei an Feldern, traditionellen Häusern und kleinen Wegen. Anders als in den Städten zuvor war hier kaum Verkehr unterwegs. Stattdessen begegneten uns Bauern auf Mopeds, Wasserbüffel auf den Feldern und immer wieder Bambusflöße auf dem Fluss.

Je weiter wir fuhren, desto ruhiger wurde die Umgebung. Besonders schön fanden wir, dass die Route ständig zwischen kleinen Dörfern und offenen Landschaften wechselte. Immer wieder hielten wir an, um die Aussicht zu genießen oder einfach kurz die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Genau diese entspannte Art des Reisens machte den Tag für uns so besonders.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden erreichten wir schließlich die Fuli Bridge – eine kleine historische Steinbrücke mitten in einem ruhigen Dorf. Rund um die Brücke befinden sich einige kleine Restaurants und Cafés direkt am Wasser, wodurch der Ort eine sehr entspannte Atmosphäre hat. Von der Brücke aus blickt man direkt auf den Fluss und die umliegenden Berge.

Für uns war diese Fahrradtour eines der absoluten Highlights in Yangshuo. Nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit, sondern wegen der gesamten Strecke und der besonderen Ruhe unterwegs.


Die Longji-Reisterrassen

Nach Yangshuo führte uns die Reise weiter zu den Longji-Reisterrassen. Die Entfernung wirkt auf der Karte zunächst gar nicht so groß, aber durch die bergige Strecke und die kurvigen Straßen zieht sich die Fahrt.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise zwar möglich, aber etwas umständlich. Meist fährt man zunächst nach Guilin oder Longsheng, steigt dort um und nimmt anschließend noch einen Shuttlebus oder ein weiteres Fahrzeug in Richtung der Dörfer bei den Reisterrassen.

Wir entschieden uns deshalb für die bequemere Variante und fuhren mit einem privaten Fahrer von Yangshuo nach Longji. Das war zwar teurer als die öffentliche Anreise, aber deutlich entspannter.

Je näher wir den Reisterrassen kamen, desto bergiger wurde die Strecke. Die Straße schlängelte sich durch grüne Täler, kleine Orte und immer enger werdende Kurven. Dadurch fühlte sich die Fahrt nicht nur wie ein Transfer an, sondern schon wie ein Teil des Erlebnisses. Nach Yangshuo, wo vieles noch relativ leicht erreichbar war, merkte man hier deutlich, dass Longji abgelegener liegt und man langsam in eine andere, ruhigere Welt hineinfährt.


Übernachten im Longji Ancient Zhuang Village

Unser Ausgangspunkt für die Longji-Reisterrassen war das Longji Ancient Zhuang Village. Schon die Übernachtung dort war ein Erlebnis, denn das Dorf liegt mitten in der Berglandschaft und wirkt ruhig und ursprünglich.

Zwischen traditionellen Häusern, schmalen Wegen und grünen Hängen bekommt man sofort ein Gefühl dafür, warum diese Region so besonders ist. Anders als in Yangshuo steht hier weniger eine einzelne Aktivität im Vordergrund. Vielmehr ist es die gesamte Atmosphäre: die Lage in den Bergen, die Terrassen direkt vor der Tür und die Ruhe am Abend, wenn die Tagesgäste verschwunden sind.

Gerade deshalb würde ich empfehlen, mindestens eine Nacht direkt bei den Reisterrassen zu verbringen. So erlebt man die Region deutlich intensiver als bei einem reinen Tagesausflug.


Wandern durch die Longji-Reisterrassen

Am nächsten Morgen starteten wir direkt vom Dorf aus zu unserer Wanderung. Der Weg führte uns zunächst bergab durch die Reisterrassen in Richtung Gondelstation. Dabei öffneten sich immer wieder neue Blicke auf die terrassierten Hänge, die sich wie geschwungene Linien durch die Landschaft ziehen.

Gerade unterwegs merkt man, wie kunstvoll diese Felder angelegt sind und wie sehr sie dem Verlauf der Berge folgen. Die Reisterrassen wirken nicht wie eine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern wie eine ganze Landschaft, die über Jahrhunderte geformt wurde.

An der Gondel angekommen, wechselte die Perspektive noch einmal. Langsam fuhren wir hinauf zum Aussichtspunkt, während unter uns die Reisfelder, Wege und Berghänge lagen. Von oben wirkten die Terrassen wie ein riesiges Muster aus grünen Stufen, das sich über die Landschaft legt.

Oben am Aussichtspunkt hatten wir schließlich den eindrucksvollsten Blick des Tages. Die Reisterrassen zogen sich über die Hänge, verschwanden in kleinen Tälern und tauchten an anderer Stelle wieder auf. Anschließend ging es zurück ins Dorf, wo sich der Ausflug schön abrundete: erst die Wanderung durch die Terrassen, dann der Blick von oben und am Ende wieder die ruhige Atmosphäre des Longji Ancient Zhuang Village.


Mein Fazit zu dieser Route

Rückblickend war genau dieser Wechsel aus Großstadt, historischer Altstadt und Natur das Besondere an dieser Reise. Hongkong war laut, dicht und beeindruckend. Macau war überraschend entspannt und kulturell ganz anders. Yangshuo brachte mit seinen Karstbergen, Flüssen und Fahrradtouren eine völlig neue Atmosphäre in die Reise. Und die Longji-Reisterrassen waren schließlich der ruhige, landschaftlich spektakuläre Abschluss.

Für mich war die Route ideal, weil sie nicht nur bekannte Städte miteinander verbindet, sondern auch zeigt, wie vielfältig Südchina landschaftlich und kulturell ist. Besonders Yangshuo und Longji haben der Reise eine Tiefe gegeben, die man bei einer reinen Städtereise wahrscheinlich nicht erlebt hätte.

Ich würde die Route jederzeit wieder so planen – mit ausreichend Zeit für Yangshuo und mindestens einer Übernachtung direkt bei den Reisterrassen. Wer Hongkong und Macau besucht und danach noch eine ganz andere Seite Chinas kennenlernen möchte, findet in dieser Kombination eine sehr abwechslungsreiche und eindrucksvolle Reise.

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