Ja, es stimmt schon, eigentlich ist Phnom Penh nicht wirklich schön, jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Aber bekanntlich liegt Schönheit wiederum im Auge des Betrachters. Als ich das erste Mal in Phnom Penh ankam, stellte ich fest, dass ich diese Stadt mag. Immer wieder gibt es die Orte,  wo ich ankomme und ich mich wohlfühle, einfach so – ohne Grund.  In der Hauptstadt Kambodschas ist es die Stimmung in den Straßen, die mir so gefällt. Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Ich fühle mich jedes Mal um 25 Jahre zurückgesetzt. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich diese Stadt so liebe.

Phnom Penh ist die Hauptstadt und gleichzeitig auch größte Stadt von Kambodscha. Mit rund 3,5 Millionen Einwohner ist die Hauptstadt im Vergleich zu anderen asiatischen Hauptstädten relativ klein.

Riverside

Die Gegend um den Sisowath Quay ist eine 3 Km lange Uferpromenade am Tonle Sap Fluss und so etwas wie das Zentrum von Phnom Penh. Ein Spaziergang am Ufer ist genau der richtige Einstieg in die Stadt. Abends kurz vor dem Sonnenuntergang belebt sich die Promenade, hier schauen fast alle mal hier vorbei. Es wird hier Fussball gespielt,  Karten gespielt, es wird gejoggt, es wird gebetet, gelacht, Getränke und Süßigkeiten verkauft  und einfach das Nichtstun genossen. Mit einem Bier in der Hand kann man stundenlang das Treiben beobachten.

Königspalast und Silber Pagoda

Man muss in einer Stadt nicht immer alles sehen, der Königspalast allerdings darfst du dir auf alle Fälle nicht entgehen lassen. Er ist eigentlich nicht nur ein Palast, sondern mehr eine Art Anlage, welche aus verschiedenen Gebäuden besteht. Da der König auch heute noch in diesen Anlagen wohnt, kann man nicht alles besichtigen. Im Mittelpunkt der Anlage steht die Thronhalle. leider ist das Betreten nicht gestattet, man kann nur von aussen in die  hineinschauen. Auch das Fotografieren ist nicht gestattet.

Der Palast wurde nach einer über 100 jähriger Bauzeit erst 1930 fertiggestellt. Der Königspalast ist geprägt von Khmer Architektur mit europäischen Einflüssen.

Neben dem Palast  befindet sich die Silber Pagoda. Die Pagode wurde 1962 von König Sihanouk errichtet. Was die Silberpagode so besonders macht sind die 5.329 silbernen Fließen, mit denen sie verziert ist. Im Innern sind viele Buddha Statuen zu sehen, unter anderem auch ein lebensgrosser, goldener Buddha, der mit über 9500 Diamanten bestückt ist.

Wat Ounalom

Wat Ounalim ist für den kambodschanischen Buddhismus eine der wichtigsten Pagoden. Er liegt gleich am Tonle Sap Fluss und ist zu Fuß vom Königspalast aus zu erreichen.  Der Wat wurde durch die Roten Khmer zerstört und später wieder aufgebaut. Heute residieren hier die höchsten Mönche des Landes.

Wat Phnom

Dieser Wat erreichst du am besten mit dem TukTuk. Er ist der bekannteste der Stadt. Er liegt sehr schön auf einem künstlichen Hügel  und wurde ursprünglich 1372 erbaut.  Im Innern des Tempels sind viele verschiedene Buddha Statuen zu sehen, ebenso lohnt sich ein Rundgang um den Tempel. Der Wat Phnom ist eine kleine, ruhige Oase mitten im hektischen Grossstadtdschungel.

Märkte von Phnom Penh

Natürlich darf bei einem Besuch in Phnom Penh auch ein Besuch auf einem der Märkte nicht fehlen. In Kambodschas Hauptstadt gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Märkten, die sich allesamt doch stark voneinander unterscheiden. Die besten Märkte in Phnom Penh sind der Night Market, der Old Market, der Zentral Markt und der Russenmarkt. Je nachdem wie viel Zeit hat, sollte man die Märkte besuchen.

Genozid Museum und die Killing Fields

Das ehemalige Foltergefängnis S-21 und die Killing Fields gehören eigentlich zum Pflichtprogramm jedes Kambodscha Besuchs. Ich habe beide Stätten besucht, meine Erlebnisse kannst du in diesem Bericht nachlesen.

Fazit: Ich mag diese Stadt und eines ist ganz sicher, ich werde wieder kommen.

Written by Reisen macht froh