Es gibt viele Möglichkeiten von Battambang nach Siem Reap zu kommen. Die teuerste, unbequemste und zeitlich am aufwendigsten ist die Fahrt mit dem Boot. Das hört sich verrückt an, allerdings ist die fast 8-stündige Fahrt ein wahres Abenteuer, das man nie mehr in seinem Leben vergisst.

Es war 6 Uhr als unser Wecker klingelte, denn bereits um 6.30 Uhr wurden wir an unserem Hotel abgeholt. Um 7 Uhr legte das Boot Richtung Battambang ab. Als wir vor dem Hotel standen, wussten wir noch nicht, was uns erwartete. Boot ist ja ein dehnbarer Begriff. Als wir am Ufer ankamen, wussten wir was Boot in unserem Falle hieß. Ein kleines Holzboot mit Sitzbänken aus Holz. Leider bekamen wir auf den Sitzbänken keinen Platz mehr, da wir die Letzen waren. Einzigster freier Platz war direkt über dem Motor.  Kaum hatten wir das Boot betreten, ging es dann auch schon los. Es war laut und schnell bemerkten wir auch die aufsteigende zusätzliche Hitze des Motors. Es war uns schnell klar, dass die Fahrt sicherlich mit der Zeit ziemlich anstrengend wurde. Dem war auch so!

Wir fuhren zunächst den Fluss entlang, vorbei an unzähligen Dörfern, Pagoden und vielem mehr. Während der Fahrt bekamen wir das ganze Leben entlang des Flusses mit. Wir fuhren an unzähligen schwimmenden Dörfern vorbei, an einzelnen schwimmenden Häuschen, die nur aus Plastik und ein paar Holzbrettern bestandenen. Wir sahen schwimmende Schulen, Fischfarmen, Fischernetze, Menschen, die auf dem Fluss mit ihren kleinen Booten, Fischerbooten oder Kanus unterwegs waren. Wir konnten Menschen beim Waschen beobachten, beim Fischen, beim Kochen. Wir sahen Kinder beim Spielen, Schwimmen, wie sie von der Schule mit dem Einbaumboot nach Hause gerudert sind. Ein unbeschreiblich faszinierendes und sehr beeindruckendes Erlebnis.

Während der gesamten Fahrt saß ich auf dem Bootsdach. Dort oben hatte ich einen bessere Aussicht, allerdings musste ich vorsichtig sein, denn die Sonne brannte gnadenlos auf mich herab. Fast stündlich habe ich mich eingecremt.

Nach ca. 3,5 Stunden erreichten wir ein schwimmendes Dorf. Dort machten wir eine kurze Pause. Dort hatten wir die Möglichkeit, kalte Getränke zu kaufen und etwas zu Essen. Nach 30 Minuten ging die Fahrt wieder weiter Richtung Tonle Sap See. Nach zwei weiteren Stunden erreichten wir diesen. Eine kurze Strecke schipperten wir entlang des See, bis es dann in eine Mündung Richtung Siam Reap ging. Ziemlich erledigt, aber auch stimmungsmäßig gut drauf, erreichten wir den Hafen. Dort wurden wir von aufgeregten TukTuk-Fahrern erwartet, denn bis ins Zentrum von Siam Reap mussten wir noch 20 Minuten mit dem TukTuk fahren.

 

 

 

Written by Reisen macht froh